Jahresausflug des Kirchenchores
Unser Kirchenchor hat im Laufe des Jahres seine festen Termine und Vorhaben, so
wie z.B. die musikalische Gestaltung der Gottesdienste an den Hochfesten, die
Adventsmusik mit dem evangelischen Posaunenchor und vieles mehr. Aber es gibt
auch Veranstaltungen, die der Gemeinschaft und der Geselligkeit dienen, und dazu
gehört vor allen Dingen der traditionelle „Chorausflug“! Auch in diesem Jahr ging es
wie üblich Anfang September auf große Fahrt, dieses Mal war Wolfenbüttel unser
Ziel. Ein kleines Städtchen an der Oker, wenn überhaupt bekannt als Lessingstadt
und Herkunftsort des Jägermeisters, das uns mit seinen vielen schönen
Fachwerkhäusern sofort für sich einzunehmen wusste. Bei einer kompetenten
Stadtführung konnten wir diese Denkmale der Baugeschichte bestaunen, ebenso
wie das herrliche Schloss der Welfen (von denen Wolfenbüttel seinen Namen hat),
die berühmte Herzog-August-Bibliothek und das Lessinghaus, wo der Dichter sein
bekanntestes Werk Nathan der Weise verfasste. Wolfenbüttel hielt für uns noch eine
besondere Überraschung bereit: ein Chorfestival, bei dem sich Jugendchöre aus
ganz Europa trafen, um miteinander zu singen, aber auch um miteinander in
Wettstreit zu gehen. Wie wunderbar war es, an allen Ecken und in allen Gassen
Gesang zu hören, die Stadt war voll schöner Musik!
Nachdem wir freitags auf dem Hinweg das Zisterzienserkloster Walkenried
besichtigten und am Samstag einige Kilometer zu Fuß durch die Stadt gelaufen
waren, bot sich am Nachmittag ein herrliches Kontrastprogramm: eine Bootsfahrt auf
der Oker! Unser „Okerpirat“ lenkte das Boot leicht und sicher über die spiegelglatte
Wasserfläche und durch üppiges Grün, erzählte dabei wissens- und staunenswertes
über Wolfenbüttel und seine Bewohner, und ließ uns bei dieser Fahrt Sonne, Ruhe
und leckeren Kaffee und Kuchen genießen.
Dieses Programm hat allen gefallen, und das Orga-Team um Markus Molitor freute
sich, dass keine Klagen zu hören waren.
Nach dem Sonntagsgottesdienst, gestaltet von einem griechischen Jugendchor,
machten wir uns wieder auf den Heimweg, voll der Vorfreude auf unser
Sektpicknick. Die Wiese beim Kloster Altenburg war unser Ziel, und alle halfen mit,
Tische und Bänke hinzustellen, damit möglichst schnell unser gewohnt üppiges
Buffet aufgebaut werden konnte. Nach ausgiebigem Genuss von Weck, Worscht,
Käs`‘ und Sekt wurden dann doch noch Noten verteilt und einige unkomplizierte
Kanons gesungen. Und als Markus Molitor zum Abschluss in perfekter Manier seine
„Rheingauer Verzälschjer“ vortrug, waren sich alle einig: so schön war’s noch nie
und noch schöner kann’s nicht werden - außer vielleicht im nächsten Jahr, wenn der
Chor seinen 150. Geburtstag feiert……….
Dagmar Dries, Schriftführerin (Text und Fotos)