Katholischer Kirchenchor St. Peter und Paul  Eltville am Rhein
Chronik des Chores von St. Peter und Paul Eltville Liebe Gemeindemitglieder und Freunde des katholischen Kirchenchores, das Jahr 2026 ist für den Chor von besonderer Bedeutung, feiert er doch sein 150jähriges Bestehen! Anhand einer rückschauenden Betrachtung dieser Zeitspanne wollen wir Euch in den nächsten Pfarrbriefen die Entstehung und Entwicklung unserer musikalischen Gemeinschaft aufzeigen. Die ersten 50 Jahre: 1876 - 1926 1876 Viele musikliebende Menschen halten die Kirchenmusik für die Krone der Musik überhaupt. Und so riefen im Jahr 1876 der Frühmesser Wichmann und Fritz Müller-Rau eine kleine Chorgemeinschaft ins Leben, die den Gottesdienst durch gregorianischen Choral bereicherte. Diese Schola gestaltete nun regelmäßig das lateinische Hochamt in der Eltviller Pfarrkirche durch einstimmigen liturgischen Gesang. 1896 Dieser noch recht bescheidene Anfang erfuhr 20 Jahre später im Jahre 1896 durch den ersten festen Chorleiter, Lehrer Karl Michels, einen erheblichen Aufschwung. Michels hatte nämlich besonders bei der männlichen und weiblichen Jugend mit Erfolg um neue Mitglieder geworben, so dass der Chor nun in der Lage war, mehrstimmig zu singen, also zu einem gemischten Chor wurde. Neben dem Choral konnte nun auch alte und neue Kirchenmusik in das Programm aufgenommen werden. Der „Cäcilienverein“, wie sich der Chor jetzt nannte, pflegte neben der „musica sacra“ auch das weltliche Lied und trat sowohl mit geistlichen Oratorien als auch mit weltlichen Chorkonzerten an die Öffentlichkeit. 1901 Zum 25-jährigen Bestehen des katholischen Kirchenchores im Jahre 1901 ließ sich der Chor eine Vereinsfahne mit dem Abbild der Patronin der Kirchen- musik, der heiligen Cäcilia, der beiden Pfarrpatronen Peter und Paul und dem Eltviller Stadtwappen an-fertigen. Am Dreifaltigkeitssonntag nach dem Hochamt wurde die Fahne des Chores mit den eingestickten Jahreszahlen „1876–1901“ feierlich geweiht. Das 25-jährige Ju-biläum wurde dann im September 1901 mit einer Zusammenkunft rheinischer Kirchenchöre in Eltville offiziell begangen. 1904 - 1913 1904 übernahm dann Hauptlehrer Fein den Chor und führte ihn erfolgreich, bis ihn 1913 Unstimmigkeiten mit dem damaligen Pfarrer dazu bewegten, seine Tätigkeit zu beenden. Nur dem außerordentlichen Einsatz des damaligen Vorsitzenden Jean Maibach, bereits seit der Gründung 1876 aktiv, ist es zu verdanken, dass der Chor weiterbestand. 1918 - 1926 Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm der Sohn des Hauptlehrers Fein, Lehrer Fritz Fein, den Chor von 1918 bis 1921. Ab 1921 wurde dann Paul Krollmann, ein junger Lehrer aus Wiesbaden mit Hauptfach Musik, Chorleiter in Eltville. Die Chronik berichtet von ihm als einem unschätzbaren Gewinn für den Kirchenchor. Unter der Leitung dieses begabten Dirigenten erlebte der Cäcilienverein eine Blütezeit. 1926 — 50jähriges Jubiläum In diese Zeit fiel auch das 50-jährige Jubiläum im Jahre 1926. Die Chronik berichtet davon, dass dieses Fest vielen Eltviller Bürgern noch lange lebhaft in Erinnerung blieb. Der Erfolg war zum großen Teil dem engagierten Musiker Paul Krollmann zuzuschreiben. Ganz Eltville feierte mit und alle Vereine beteiligten sich am großen Festumzug. Der ideelle Erfolg war groß und der materielle stellte sich in Form eines heftigen Regenschauers ein, der das Fest nur kurz unterbrach. Durch ihn wurde eine beachtliche Summe aus der zuvor abgeschlossenen Regengeldversicherung ausgezahlt. Dieses Geld wurde zum Kauf des Flügels verwandt, der heute noch im Gebrauch ist. Die nächsten 50 Jahre 1926-1976 1926-1945 Die Feier zum 50jährigen Bestehen des Chores war der erste Höhepunkt im Wirken Paul Krollmanns, der zweite war 1933 die Aufführung des Oratoriums „Judas Makkabäus“von G.F. Händel, bei dem das ebenfalls unter seiner Leitung stehende „Eltviller Sinfonieorchester“ mitwirkte. Während des Krieges wurde die Chorarbeit provisorisch weiter geführt, bis Paul Krollmann 1945 in Frankreich fiel. 1946-1950 Kapellmeister Arthur Schmittenbecher konnte 1946 als neuer Dirigent gewonnen werden. Unter ihm als versierten Musiker gelang der Chor erneut auf ein hohes gesangliches Niveau. 1950-1976 Bis zu diesem Zeitpunkt war das Wirken des Chorleiters auf ehrenamtliche Tätigkeit beschränkt geblieben. Mit der Einsetzung Karl Finks als hauptamtlicher Kirchenmusiker begann eine neue Ära, konnte er doch seine ganze Arbeitskraft in den Dienst der „Musica sacra“ und des Chores stellen. Fink war Schüler des berühmten Frankfurter Musikprofessors Helmut Walcha, und auf Grundlage dieser fundierten Ausbildung gelang es ihm, mit dem Chor zahlreiche große Konzerte und festliche Gottesdienste zu gestalten. Auf Finks erfolgreiche Tätigkeit kann der Chor bis heute mit Stolz zurückblicken. Seine Arbeit ist weiterhin durch immer wiederkehrende Aufführungen seiner Kompositionen in den Gottesdiensten lebendig. Während seiner Wirkungszeit besonders herausragend zu nennen sind hier die Aufführung von Mozarts „Requiem“ im Jahr 1956, mehrere Weihnachtskantaten von D. Buxtehude und die 4. Kantate aus dem Weihnachtsoratorium von J. S. Bach im Jahr 1969. Ebenso die „Nelson-Messe“ von J. Haydn 1973, der Doppelchor „Jauchzet dem Herrn“ von H. Schütz und die „Spatzenmesse“ von W.A. Mozart im Jahr 1975 als Jubiläumskonzert zur 25jährigen Tätigkeit von Kirchenmusikdirektor Karl Fink in Eltville. Erwähnt werden muß hier auch die 85-Jahrfeier des Chores 1961 die „im Zeichen des Barock“ mit Barockmusik, Barockkostümen und Kerzenlicht gestaltet wurde. Das 90jährige Gründungsfest wurde mit einer Festpredigt von Domkapellmeister H. Pabst und einem Festabend in der Rheingauhalle begangen. Das 100jährige Bestehen des Chores wurde vom Cäcilienverband mit der Verleihung der Palästrina-Medaille gewürdigt. Zusammen mit der zum 50jährigen Bestehen gestifteten Vereinsfahne ist sie im großen Saal des Pfarrzentrums ausgestellt. Kirchenmusikdirektor Karl Fink starb völlig überraschend 1977. Sein ehemaliger Schüler Hans Christian Berg übernahm die Stelle als hauptamtlicher Kirchenmusiker in Eltville. Anerkennung und Dank Die wertvolle Arbeit der Chorleiter wurde bis jetzt schon ausdrücklich erwähnt, ohne sie gäbe es keinen Chorgesang in dieser Qualität. Nicht unerwähnt bleiben soll allerdings der Einsatz und die Unterstützung einiger besonders treuer und engagierter Sängerinnen und Sänger, die sich in verschiedenen Bereichen, sei es als Vorstandsmitglied/-Vorsitzende/r, Notenwart, Kassenführer oder Schriftführer/in einbringen. Die sich kümmern um die vorrangigen Aufgaben des Chores und seiner „Verwaltung“, aber auch die geselligen Aktivitäten und deren Organisation im Blick haben. Chorprobenwochenenden, Chorfahrten, Grillvergnügen und Nikolausfeiern seien hier stellvertretend genannt. Ihnen allen, die sich bis heute in den Dienst der „Musica Sacra“ und des Chores gestellt haben, sei hier an dieser Stelle vorab schon einmal ausdrücklich ein herzliches Dankeschön gesagt. Dagmar Dries und Christa Ellis, Schriftführerinnen
Vereinsfahne 1901
Zum 50jährigen Bestehen
Zum 50jährigen Bestehen
Zum 50jährigen Bestehen
Zum 50jährigen Bestehen
Karl Fink
Katholischer Kirchenchor St. Peter und Paul  Eltville am Rhein
Chronik des Chores von St. Peter und Paul Eltville Liebe Gemeindemitglieder und Freunde des katholischen Kirchenchores, das Jahr 2026 ist für den Chor von besonderer Bedeutung, feiert er doch sein 150jähriges Bestehen! Anhand einer rückschauenden Betrachtung dieser Zeitspanne wollen wir Euch in den nächsten Pfarrbriefen die Entstehung und Entwicklung unserer musikalischen Gemeinschaft aufzeigen. Die ersten 50 Jahre: 1876 - 1926 1876 Viele musikliebende Menschen halten die Kirchenmusik für die Krone der Musik überhaupt. Und so riefen im Jahr 1876 der Frühmesser Wichmann und Fritz Müller-Rau eine kleine Chorgemeinschaft ins Leben, die den Gottesdienst durch gregorianischen Choral bereicherte. Diese Schola gestaltete nun regelmäßig das lateinische Hochamt in der Eltviller Pfarrkirche durch einstimmigen liturgischen Gesang. 1896 Dieser noch recht bescheidene Anfang erfuhr 20 Jahre später im Jahre 1896 durch den ersten festen Chorleiter, Lehrer Karl Michels, einen erheblichen Aufschwung. Michels hatte nämlich besonders bei der männlichen und weiblichen Jugend mit Erfolg um neue Mitglieder geworben, so dass der Chor nun in der Lage war, mehrstimmig zu singen, also zu einem gemischten Chor wurde. Neben dem Choral konnte nun auch alte und neue Kirchenmusik in das Programm aufgenommen werden. Der „Cäcilienverein“, wie sich der Chor jetzt nannte, pflegte neben der „musica sacra“ auch das weltliche Lied und trat sowohl mit geistlichen Oratorien als auch mit weltlichen Chorkonzerten an die Öffentlichkeit. 1901 Zum 25-jährigen Bestehen des katholischen Kirchenchores im Jahre 1901 ließ sich der Chor eine Vereinsfahne mit dem Abbild der Patronin der Kirchenmusik, der heiligen Cäcilia, der beiden Pfarrpatronen Peter und Paul und dem Eltviller Stadtwappen anfertigen. Am Dreifaltig- keitssonntag nach dem Hochamt wurde die Fahne des Chores mit den eingestickten Jahreszahlen „1876–1901“ feierlich geweiht. Das 25-jährige Jubiläum wurde dann im September 1901 mit einer Zusammenkunft rheinischer Kirchenchöre in Eltville offiziell begangen. 1904 - 1913 1904 übernahm dann Hauptlehrer Fein den Chor und führte ihn erfolgreich, bis ihn 1913 Unstimmigkeiten mit dem damaligen Pfarrer dazu bewegten, seine Tätigkeit zu beenden. Nur dem außerordentlichen Einsatz des damaligen Vorsitzenden Jean Maibach, bereits seit der Gründung 1876 aktiv, ist es zu verdanken, dass der Chor weiterbestand. 1918 - 1926 Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm der Sohn des Hauptlehrers Fein, Lehrer Fritz Fein, den Chor von 1918 bis 1921. Ab 1921 wurde dann Paul Krollmann, ein junger Lehrer aus Wiesbaden mit Hauptfach Musik, Chorleiter in Eltville. Die Chronik berichtet von ihm als einem unschätzbaren Gewinn für den Kirchenchor. Unter der Leitung dieses begabten Dirigenten erlebte der Cäcilienverein